Erlebnispädagogik - Erlebniscoaching
Ursprünglich in der Reformpädagogik verwurzelt (Rousseau, Pestalozzi), hat die Erlebnispädagogik in den letzten Jahren wieder an Bedeutung gewonnen, da Schlüsselqualifikationen wie soziale Kompetenz, Wagnisbereitschaft und Persönlichkeit eine zunehmende Rolle in der Gesellschaft spielen.
Ein Erlebnis ergibt sich, im Gegensatz zu einem Ereignis, nur aus der subjektiven und individuellen Ansicht des einzelnen Menschen. Eine Situation wird erst zu einem Erlebnis, sobald der Betrachter sie als besonders oder ausseralltäglich wahrnimmt.
In zahlreichen empirischen Studien konnte mittlerweile die Wirksamkeit allgemeiner erlebnispädagogischer Massnahmen gezeigt werden. So führen diese beispielsweise zu weniger Aggression, grösserer emotionaler Stabilität, besserer Selbstregulation und Frustrationstoleranz, höherer sozialer Kompetenzen, höherer Selbstwirksamkeit, gesteigertem Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, verbessertem Selbstwertgefühl sowie verringerter Depressivität und Ängstlichkeit.
(Einflussfaktoren zur Wirksamkeit von erlebnispädagogischen Massnahmen, Kompetenzförderung - durch Erlebnispädagogik im Unterricht)
Im erlebnispädagogischen Coaching, kurz Erlebniscoaching, finden Sie Abstand, Zeit und ein neugieriges Gegenüber, konkrete Ziele im Leben oder am Arbeitsplatz besser zu meistern. Stattfinden kann es beim Wandern, Biken, Klettern, Schneeschulaufen usw. Es geht dabei nicht um Sport im Sinne von Leistung, sondern um die Erarbeitung einer möglichen Lösung ihres Problemes durch die Bewegung. Ich gehe davon aus, dass jeder die Lösungen in sich trägt, die durch Bewegung, Aktivität und Erlebnis herausgearbeitet werden kann.
Die Bewegung in der Natur unterstützt den Coachingprozess aus verschiedenen Gründen:
- Der ganze Orgnaismus wird aktiviert, Farben, Geräusche und Gerüche der Natur wirken sich beruhigend auf die Psyche aus, der Atem wird tiefer und ruhiger
- Die Natur bietet Metaphern und Symbole, welche den inneren Zustand widerspiegeln können
- Die Natur erleichert uns, sich vom Problem zu distanzieren und Überblick zu gewinnen
- Im Dialog kann jeder der Gesprächspartner nach Belieben abschweifen (mit Blicken, Gedanken, Themen). Das nebeneinander Gehen erleichtert die Gesprächsführung (man muss sich nicht ansehen).
- In der Natur ist es möglich und besser aushaltbar, aus dem Gedankenkarussel auszutreten, das eigene Potential wird spürbar und die Lösung dadurch sichtbar
- Gedanken lassen sich leichter sortieren. Es zeigen sich plötzlich Wege, die vorher nicht gesehen wurden.
Das führt zu einem sehr intensiven Erleben der Gespräche und Gedanken, die in Verbindung mit den körperlichen Erfahrungen nachhaltig verankert werden.
Ich verbinde die Elemente des systemischen Coachings mit Methoden aus der Erlebnispädagogik.